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Kommentare zu den Thorheiten

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Theodor Ickler zu »Mister Duden«
Dieser Kommentar wurde am 18.10.2019 um 04.57 Uhr verfaßt.

Pecunia vincit omnia. Buchverlage werden von Investoren zusammengekauft, die bisher vielleicht im Casino- und Lotteriegeschäft tätig waren. Wohin mit dem vielen Geld? Wo es noch Rendite gibt.
Nur der Staat kann noch große Langzeitprojekte, etwa Wörterbücher, finanzieren, weil er nicht auf Rendite schauen muß. Allerdings werden auch Universitäten nach und nach der Wirtschaftlichkeit in einem sehr schlichten Sinn unterworfen. Niemand weiß, wer in zehn Jahren regieren wird, deshalb lieber keine Mittel langfristig binden!


Theodor Ickler zu »Mister Duden«
Dieser Kommentar wurde am 17.10.2019 um 10.58 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/index.php?show=thorheiten&id=150#1939

Was verbindet den emeritierten Papst Benedikt XVI. mit dem Astronauten David Wolf? Die Antwort: ein gelbes Buch mit blauem L auf dem Cover. Der Papst soll ein solches Wörterbuch von Langenscheidt während seiner Amtszeit genutzt haben, um sein Italienisch aufzufrischen. Astronaut Wolf brauchte es, um sich in der Mir-Kapsel mit seinen russischen Kollegen zu verständigen.

Das war damals eine komische Vorstellung, aber nun scheint Christian Stangs Geschichte kanonisiert zu werden.

Langenscheidt gehört ja nun zu PONS, und es fragt sich, ob das Unternehmen eine gelbe und eine grüne Reihe von Wörterbüchern parallel führen wird. Ich glaube es eher nicht.


R. M. zu »Rechtschreibung: sogenannt oder so genannt?«
Dieser Kommentar wurde am 05.10.2019 um 13.04 Uhr verfaßt.

Das nennt sich spelling pronunciation und kann sich ganz von allein ergeben. Aber es hat bestimmt auch schon Biologielehrer gegeben, die ihren Schülern erklärt haben, daß man Stengel jetzt anders ausspreche als früher.


Frank Daubner zu »Rechtschreibung: sogenannt oder so genannt?«
Dieser Kommentar wurde am 25.09.2019 um 09.08 Uhr verfaßt.

Etwa die Hälfte der Studenten sagt im Referat mittlerweile "der so genánnte ..." statt "der sógenannte ..." Lernt man das so in der Schule?


R. M. zu »Meisterdenker«
Dieser Kommentar wurde am 26.12.2018 um 17.31 Uhr verfaßt.

Hinzu kommt noch die Liebe mancher Philosophen für Substantivierungen wie z. B. das Seiende.


Theodor Ickler zu »Meisterdenker«
Dieser Kommentar wurde am 24.12.2018 um 06.08 Uhr verfaßt.

Zu http://www.sprachforschung.org/index.php?show=thorheiten&id=57#1865

Die Philosophen können also, wie zu erwarten war, "Gegenstand" nicht definieren. Ob Peirce, Meinong oder weniger erlauchte Köpfe: Was sie ansteuern, ohne es zu wissen, ist: alles, was sich substantivisch ausdrücken läßt. Das ist aber eine sprachliche Angelegenheit, mehr nicht.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 28.11.2018 um 17.14 Uhr verfaßt.

„Früher sagten wir: Eine Apposition steht in Kommas. Dummerweise muss die Apposition heute kein schließendes Komma mehr haben. Sie sollten das Weglassen von Kommas, die den Satz eindeutig gliedern und leichter lesbar machen, allerdings ganz souverän missachten.“ (Schmachthagen 20.11.18)

Kein schließendes Komma mehr? Woher stammt denn das?

„Folgt der Eigenname einem Titel, einer Berufsbezeichnung und dergleichen, so kann man nach § 78(4) das Komma weglassen:
Der Erfinder der Buchdruckerkunst(,) Johannes Gutenberg(,) wurde in Mainz geboren.“ (§ 77 E1)

Dazu:
„§ 78 (4) Eigennamen, die einem Titel, einer Berufsbezeichnung und dergleichen folgen (siehe auch § 77(2)):
Der Erfinder der Buchdruckerkunst(,) Johannes Gutenberg(,) wurde in Mainz geboren. Der Direktor der Kinderklinik(,) Professor Dr. med. Max Müller(,) war der Gesprächspartner. Der Angeklagte(,) Franz Meier(,) verweigerte die Aussage. Die Hebamme des Dorfes(,) Gertrud Patzke(,) wurde 60 Jahre alt.“
-
Das ist offensichtlich von Grund auf verkehrt. Der Erfinder der Buchdruckerkunst, Johannes Gutenberg,... ist grammatisch zweideutig. Erstens kann es als appositive Konstruktion verstanden werden. Dann wird die Person schon durch den ersten Nominalausdruck identifiziert und durch den zweiten erläutert. Oder als etwas, was ich in Ermangelung anderer Begriff „Applikation“ nenne, genau wie der Erfinder Gutenberg. Hier wird durch den ersten Nominalausdruck nichts identifiziert, weshalb auch kein nämlich eingefügt werden kann. Vielmehr rubriziert der erste den zweiten Ausdruck (bzw. dessen Gegenstand) wie Gattung und Art bzw. hier Klasse und Exemplar: der Schädling Borkenkäfer, der Planet Mars; übrigens auch mein Onkel Hans usw. („enge Apoosition“, wie fast alle Grammatiken es fälschlich nennen).

Ich sehe gerade, daß ich mein Kapitel über die Apposition noch nicht eingefügt habe; es folgt in Kürze unter "Grammatische Exerzitien 14".


R. M. zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 21.11.2018 um 19.10 Uhr verfaßt.

Das & hat auch einen Namen – kein Wunder, daß Meyer ihn nicht kennt.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 21.11.2018 um 18.12 Uhr verfaßt.

In seiner gestrigen Deutschstunde beschäftigt sich Schmachthagen wieder mal mit den sogenannten trennbaren Verben, wozu er auch kopfstehen, leidtun usw. zählt. Er spricht dann von "Tmesis", weil er eben Rechtschreibung und Wortbildung nicht auseinanderhalten kann. Leider sagt er kein Wort zu den seinerzeit verordneten Groß- und Getrenntschreibungen, obwohl ihm die Reform von 1996 doch so lieb und teuer ist.- Ich will auf den ganzen Unsinn nicht noch einmal eingehen.


Theodor Ickler zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 20.11.2018 um 06.03 Uhr verfaßt.

Das Zeichen für das kaufmännische Et (&) darf nur in Firmennamen verwendet werden. Eine Überschrift wie „Sonne, Strand & goldener Sommer“ wäre typografisch ein Fauxpas. (Schmachthagen 13.11.18)

Es wird nach amerikanischem Vorbild immer öfter auch in bibliographischen Angaben mehrerer Verfasser verwendet. Überschriften sind aber sowieso kein gutes Beispiel.


ppc zu »Saure Gurken und ein überflüssiges Jubiläum«
Dieser Kommentar wurde am 13.11.2018 um 15.44 Uhr verfaßt.

„Eine pensionierte Kollegin schaffte immerhin acht Richtige.”

Gemeint sind natürlich „acht richtige”, was mal wieder ein Indiz dafür ist, wie dämlich die Propagandisten der Reform sind.



Wolfram Metz zu »Nicht alles ist falsch, was wie falsch aussieht«
Dieser Kommentar wurde am 10.11.2018 um 01.13 Uhr verfaßt.

Diesmal muss ich die Beantwortung der Fehlermeldungen fortsetzen […]
Der Mann hat wirklich schwer zu tragen. Als Fehlermelder die Fehler anderer Fehlermelder korrigieren zu müssen ist ein hartes Brot. Aber was tut man nicht alles im Namen der guten Sache!

Ein alter Herr schrieb […]
Er kann es nicht lassen (s. #2004).


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