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Manfred Riemer zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 07.09.2026 um 17.10 Uhr verfaßt.
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Es ist außerdem auch noch grammatisch falsch, denn "sie oder er" bezieht sich ja nicht auf die "Verbraucherinnen und Verbraucher", sondern auf "jeder Mensch". Man sagt z. B. auch nicht:
Jeder Mensch lernt, wenn sie oder er viel liest.
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Wolfram Metz zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 07.09.2026 um 13.36 Uhr verfaßt.
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So sieht es aus, wenn sich ein deutsches Landesministerium in leichter Sprache versucht:
Verbraucherinnen und Verbraucher schützen - Wie geht das?
Wer ist eine Verbraucherin oder ein Verbraucher?
Jeder Mensch ist eine Verbraucherin oder ein Verbraucher, wenn sie oder er etwas privat verbraucht.
Das heißt, der Mensch verbraucht es nicht für die Arbeit.
[...]
Die Gesundheit schützen und Schutz vor Betrügern [!]
Oft kaufen Verbraucherinnen und Verbraucher schlechte Produkte.
Zum Beispiel:
[...]
Verbraucherinnen und Verbraucher sollen geschützt werden.
Damit sie gesund bleiben.
Manche Verkäuferinnen oder Verkäufer betrügen Verbraucherinnen und Verbraucher.
Verbraucherinnen und Verbraucher sind oft schlecht informiert.
Der Verbraucherschutz soll Sie vor Betrug schützen.
Damit Sie keine schlechten Produkte kaufen.
(https://mleuv.brandenburg.de/mleuv/de/verbraucherschutz/verbraucherschutz-in-leichter-sprache/#)
Ich kann oder besser will mir nicht vorstellen, daß die Autoren nicht erkennen, wie sehr sie ihr Anliegen (das ich ihnen grundsätzlich abnehmen möchte) mit solchen Texten ad absurdum führen. Wie stark muß der gefühlte Zwang sein, wenn man selbst Texte in leichter Sprache für Konstruktionen öffnet, die sperriger kaum sein könnten? Es ist, als würden kurz vor der Abnahme einer neu gebauten Rampe für Rollstuhlfahrer alle paar Meter noch schnell ein paar Stufen eingebaut, weil das irgendeine Regelung zwingend vorschreibe. Schildbürgerstreich würde man so etwas nennen, und alle würden zu Recht den Kopf schütteln.
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Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 07.09.2026 um 05.40 Uhr verfaßt.
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Auch die Bundeszentrale für politische Bildung gendert alle Texte (soweit ich es erkenne). Die Autoren werden vermutlich nicht gefragt, was der verbreiteten Auffassung von Sprache und Herrschaft entspräche. Vielleicht weiß jemand Genaueres darüber.
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Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 07.09.2026 um 05.25 Uhr verfaßt.
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Die taz gendert (mit ihrem dämlichen Sternchen) gnadenlos auch Interview-Äußerungen von Gesprächspartnern, die sich vermutlich ganz normal geäußert haben. Daß die Glaubwürdigkeit darunter leidet, ist ihr egal, die Ideologie muß durchgesetzt werden. Das ursprüngliche Ziel, etwas für die Frauen zu tun, ist schon vor langer Zeit völlig aus dem Blick geraten.
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Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 07.09.2026 um 04.39 Uhr verfaßt.
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Wenn ich an mir selbst bemerke, daß "Studenten" irgendwie verkehrt klingt und ich sicherheitshalber "Studentinnen und Studenten" sagen möchte, wie alle es tun (es ist ja sprachlich nicht verkehrt), dann habe ich leider schon halb verloren. Es hat sich tatsächlich etwas verändert. Das generische Maskulinum, diese patente Einrichtung unserer Sprache, ist zwar nicht vorbei, aber aus bestimmten Personenbezeichnungen hat es sich zurückgezogen. Natürlich haben die Frauen nichts davon, aber darauf kommt es gar nicht an.
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 07.09.2026 um 04.31 Uhr verfaßt.
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„Was Oma schon wusste: Dieser Trick zerstört Arthrose in Minuten“ – Es gibt unzählige solcher lügenhaften und oft geradezu sinnlosen Anzeigen, die unter die News gemischt werden und für den flüchtigen Leser auch redaktionell aussehen. Wie mag sich der Laie die Zerstörung der Arthrose vorstellen? Vieles überschreitet die Grenze zu verbotener Arzneimittelwerbung, wird aber um des Geschäfts willen geduldet. Ich sehe auch einen allgemeingefährlichen Schaden durch tägliche Verdummung, mit Folgen über das Gesundheitswesen hinaus. Die Meinungs- und Pressefreiheit hat ein Doppelgesicht, wie man auch am Irrationalismus in der Politik sieht.
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Theodor Ickler zu »Ohne große Mühe«
Dieser Kommentar wurde am 06.09.2026 um 16.21 Uhr verfaßt.
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Als jemand, der diese Passion teilt und sich sein Leben lang mit Sprachen und Sprachverwandtschaft beschäftigt hat, kann ich an einem solchen Bekenntnis natürlich nichts aussetzen, aber so persönlich bleibt es ja nicht. Wie Sie selbst sagen, soll daraus ein allgemeiner Nutzen abgeleitet werden, und das kann meiner Ansicht und Erfahrung nach nicht gelingen. Die Ausführung stimmt auch allzu sehr mit dem überein, was andere tausendmal geschrieben haben und was ich als „Latein-Ideologie“ bezeichne und seit Jahrzehnten ungläubig beobachte.
Ich erinnere noch einmal an die aufmüpfige Feststellung: "Der Lateinunterricht dient dem Erwerb von Lateinkenntnissen."
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Theodor Ickler zu »Kopfrechnen«
Dieser Kommentar wurde am 06.09.2026 um 16.06 Uhr verfaßt.
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Merkel genoß Zustimmungswerte von 45 bis 81 Prozent, zuletzt 73 Prozent.
Die Zahlen für Merz: 16 bis 43 Prozent, zuletzt 16 Prozent.
Vgl. die Grafiken bei ilium.de.
Die Beliebtheit spiegelt natürlich nicht unbedingt die Qualität der Regierungsarbeit wider, ist aber in gewisser Hinsicht wichtiger als diese. Wie man gerade wieder sieht.
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 06.09.2026 um 12.38 Uhr verfaßt.
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„Trumps Vorgehen im Iran führt offenbar langsam zum Erfolg“ (t-online.de 6.9.26)
Nämlich zu Schwierigkeiten für die iranische Wirtschaft und die notleidende Bevölkerung. Aber in welchem Sinn ist das ein Erfolg? Das gleiche könnte man schon lange über die "erfolgreiche" Strangulierung Kubas sagen.
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Wolfram Metz zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 06.09.2026 um 11.07 Uhr verfaßt.
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Ich hatte das BILD-Interview nicht gelesen (habe ich inzwischen nachgeholt), sondern aus faz.net zitiert, wo es unter anderem hieß, er habe auf die explizite Frage, ob er auch mit einer Stimme Mehrheit regieren würde, geantwortet: »Das werden wir am Montag entscheiden. Gucken wir mal, wie es ausgeht.« Damit antwortet er genauso ausweichend wie die Politiker der »Altparteien«, denen er so etwas immer vorwirft. Die Möglichkeit, daß er sich bei Ausfall einiger weniger AfD-Abgeordneter auf Abgeordnete eines eventuellen Koalitionspartners verlassen würde, ist reine Theorie. Welche Partei würde mit der AfD eine Koalition eingehen, wenn diese über eine eigene Mandatsmehrheit verfügt? Nicht einmal das BSW würde das wohl tun. Und dazu müßte es erst einmal den Sprung in den Landtag schaffen, und in dem Fall ist eine absolute Mehrheit der AfD nicht unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich. – Ich bleibe dabei, Siegmund wollte so verstanden werden, daß er möglicherweise mit einer knappen Mehrheit nicht bereit wäre zu regieren. Das sollte der Mobilisierung der Wähler dienen. Als die Sache ihm dann zu entgleiten drohte, nachdem das BILD-Interview Zweifel an seinem Regierungswillen ausgelöst hatte, sah er sich zu der Klarstellung gezwungen, daß er »natürlich« das tun würde, was er wenige Stunden zuvor noch offen gelassen hatte. Aus »nicht unbedingt« wurde damit »auf jeden Fall«.
Interessant finde ich noch, daß er beide Äußerungen mit markigen Sprüchen verbindet, nämlich das Nicht-unbedingt mit der Herbeischaffung kranker Abgeordneter per Trage und das Auf-jeden-Fall mit der Bemerkung, daß man in seiner AfD, anders als bei der CDU, zusammenhält. Es ist ein beliebtes rhetorisches Mittel, eine kritische Frage mit einer Antwort zu parieren, die den Fragesteller, jedenfalls die Frage, etwas dumm aussehen läßt. Das gespielte Unverständnis über die Frage soll Überlegenheit und Selbstgewißheit verstrahlen.
Ich paraphrasiere mal, um zu verdeutlichen, was ich meine.
Erst: Ist womöglich gar nicht sicher, daß Sie mit einer Stimme Mehrheit regieren werden? – Das ist zu wacklig. Soll ich etwa kranke Abgeordnete zur Stimmabgabe zwingen? Wie stellen Sie sich das vor?
Dann: Was gilt denn nun, werden Sie mit einer Stimme Mehrheit regieren oder nicht? – Selbstverständlich werde ich das tun, was glauben Sie denn? Wir sind ja nicht bei der CDU, in der Chaos herrscht!
Immer wird so getan, als sei die Antwort völlig klar, auch wenn sie Stunden später anders ausfällt.
Heute abend sind wir alle schlauer, jedenfalls etwas.
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Erich Virch zu »Ohne große Mühe«
Dieser Kommentar wurde am 06.09.2026 um 10.06 Uhr verfaßt.
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Glücklichs Argumente sind bestenfalls schwach, aber seine altphilologische Passion finde ich sympathisch. Er hat erfahren, daß Latein seine Welt reicher, zusammenhängender und verständlicher macht. Nun versucht er, mit seiner persönlichen Bildungserfahrung einen allgemeinen Nutzen zu belegen. Natürlich ist es schön, in anderen Sprachen immer wieder deren gemeinsame Wurzeln, gleichsam die europäische Verwandtschaft wiederzufinden. Aber für junge Generationen ist Latein kein Halt mehr.
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Manfred Riemer zu »Rhetorik«
Dieser Kommentar wurde am 06.09.2026 um 08.37 Uhr verfaßt.
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Hat Siegmund denn gesagt, daß er mit einer Stimme Mehrheit nicht regieren will? Aus Ihrem Zitat geht das nicht hervor. Vielleicht meint er, daß er im Falle einer sehr knappen Mehrheit trotzdem versuchen will, eine Koalition unter seiner Führung zu bilden. Es heißt aber nicht, daß er mit nur ein, zwei Stimmen mehr die Regierung ablehnen würde, falls so eine Koalition nicht gelingt.
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