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Theodor Icklers Sprachtagebuch

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Theodor Ickler zu »Verrückte Welt«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 16.42 Uhr verfaßt.

An Hitchcocks sprichwörtliche Cameos erinnert die Unterbringung des Namens Spielberg im Film, nicht wahr?


Theodor Ickler zu »Verrückte Welt«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 16.33 Uhr verfaßt.

Und warum sollte ein Tankwagenfahrer die Absicht haben, einen ihm völlig unbekannten Zeitgenossen umzubringen?

The truck had twin rear axles, a CAT 1674 turbocharged engine with a 13-speed transmission, making it capable of hauling loads over 30 tons and top speeds reaching 75–80 mph. (https://en.wikipedia.org/wiki/Duel_(1971_film)) S. a. https://www.dealsonwheels.co.nz/trucks/features/1707/cover-story-duel-peterbilt-truck

Im ausführlichen Wikipedia-Eintrag steht, daß absichtlich ein untermotorisierter Pkw ausgesucht wurde. Nur schön rot mußte er sein. Und vielleicht waren die Rückspiegel damals noch nicht so gut? Mr. Mann benutzt seinen durchaus, aber es scheint mir nicht unplausibel, daß er sich auch immer wieder mal umdreht, als ob er sozusagen nicht fassen könnte, was er im Spiegel sieht.

Ich sehe das Ganze wie einen verfilmten Albtraum. Hitchcock wird erwähnt, der das auch konnte. Der Verfolgte könnte sich wahrscheinlich auf vernünftigere Weise aus der Affäre ziehen, aber in solchen Träumen kommt man manchmal nicht drauf, oder die Füße wollen sich einfach nicht vom Boden lösen usw.


Manfred Riemer zu »Verrückte Welt«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 12.58 Uhr verfaßt.

Ich frage mich immer, ob es technisch möglich ist, daß so ein zigtonnenschwerer, riesiger Monstertruck schneller ist als ein normaler PKW. Wohl nicht.

Irgendwie verrückt auch das ständige sekundenlange Umdrehen des gejagten PKW-Fahrers, als ob er keinen Rückspiegel hätte.


Theodor Ickler zu »Verrückte Welt«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 08.35 Uhr verfaßt.

Nach längerer Zeit wieder mal Spielbergs "Duel" angesehen. Er hatte eigentlich vor, den ganzen Film ohne Dialoge zu drehen, was ihn noch besser gemacht hätte.
Ich sehe solche Low-budget-Arbeiten gern, wie auch Marionettentheater usw., weil da die Kunst nicht vom Aufwand erschlagen wird.
Mir fiel wieder auf, wie raffiniert ganz am Schluß noch der Felsbrocken ins Bild rollt. Das ist wirklich genial.


Theodor Ickler zu »Verständlichkeit«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 06.16 Uhr verfaßt.

Der Deutsche Ethikrat betreibt auch eine Seite in Leichter Sprache:
https://www.ethikrat.org/leichte-sprache/
Sie entspricht der Orthodoxie der Leichtsprachler: kein Genitiv, alle Zusammensetzungen mit Bindestrich usw. Wer die Adressaten dieses Gestammels sein könnten, ist schwer vorstellbar.

Der Ethikrat sieht angesichts von Corona seine große Stunde gekommen. Man wird endlich mal wahrgenommen. Das Dilemma bleibt aber: Ethik ist nichts für Fachleute, und ein Feigenblatt kann sich nicht gegen die Blöße profilieren, die es verdeckt.


Theodor Ickler zu »Synonymie«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 05.03 Uhr verfaßt.

Vielen Staaten droht ein gewaltiger wirtschaftlicher Absturz – mit kalkulierbaren ökonomischen Folgen für sie und nicht berechenbaren politischen Folgen für den schwindenden europäischen Zusammenhalt. (FAZ 7.4.20)

(kalkulierbar – berechenbar, wirtschaftlich – ökonomisch)

Die synonymische Variation erschwert das Verständnis. Der Wortreichtum imponiert, verdeckt aber die Schlichtheit des Inhalts.


Theodor Ickler zu »Deutsche Wortbildung«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 04.59 Uhr verfaßt.

Gestern hörte ich den Virologen Drosten sagen: Die Antikörper reagieren kreuz. Eine Rückbildung, für die es, wie ich nun sehe, viele Belege gibt.


Theodor Ickler zu »Pädagogik vom Tage«
Dieser Kommentar wurde am 08.04.2020 um 04.54 Uhr verfaßt.

„Trennungen, die den Leseablauf stören oder den Wortsinn entstellen, sollte man vermeiden. Sie sind jedoch nicht falsch.“ (K 168 im Duden, 23. Aufl. 2004)

Das ist vielleicht die kürzeste Fassung des Reformunsinns. Es gibt demnach das sinnvolle Schreiben und unabhängig davon das korrekte. Letzteres dient ausschließlich der Notengebung, und diese wiederum ist das Ziel des Schulunterrichts. Die Schule lehrt nicht sinnvolles Verhalten, sondern juristisch unanfechtbares. Die ganze Bevölkerung soll sich – so meinten z. B. Volker Beck und dann die Herausgeber der Zeitungen – diesem pervertierten pädagogischen Maßstab unterwerfen.


Wolfram Metz zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 07.04.2020 um 23.48 Uhr verfaßt.

Kaum jemand scheint zu bemerken, daß diejenigen, die Frauen in der Sprache »sichtbar« machen möchten (»Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter«), und jene, die von Geschlechtern nichts wissen wollen (»Mitarbeitende«) in völlig unterschiedliche Richtungen marschieren. Es geht keineswegs um stilistische Nuancen, sondern um zwei unvereinbare Positionen. Die arglosen Papageien wissen von alldem nichts.


Wolfram Metz zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 07.04.2020 um 23.24 Uhr verfaßt.

AKK heute morgen im DLF (und der Mann – pardon: die Person – im Studio natürlich auch): »Reservistinnen und Reservisten«. Das muß nicht sein! Man kann genausogut von »Reservierten« sprechen. Damit vermeidet man nicht nur die etwas unschöne Doppelform und schon gar das reaktionäre »Reservisten«, man umgeht damit auch die Beantwortung der unbehaglichen Frage, warum man überhaupt eine Sprachgemeinschaft von Abermillionen Erwachsener »geschlechtergerecht« umerziehen will, wenn es doch gar keine Geschlechter gibt.


Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 07.04.2020 um 08.19 Uhr verfaßt.

t-online.de:

Ich wünsche Ihnen einen liebreizenden [!] Tag.
Herzliche Grüße,
Ihr
Florian Harms
Chefredakteur t-online.de


Harms titelt über den Virologen Streeck: Dieser Mann könnte zum Helden werden. Jeder kann zum Helden werden, aber solange er es nicht ist, sollte man ihn nicht damit belasten.


Theodor Ickler zu »Friede sei mit euch!«
Dieser Kommentar wurde am 07.04.2020 um 05.36 Uhr verfaßt.

Wie kann man die Corona-Krise mit der Fremdenfeindlichkeit in eine nützliche Verbindung bringen? Der Generalnenner „Grenzen schließen“ ist zu unspezifisch. Die "National-Konservativen" raunen vom kommenden Ramadan, für den die Merkel selbstverständlich alle Kontaktbeschränkungen außer Kraft setzen wird.


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